Das Türscharnier braucht ein sauberes Sackloch mit flachem Boden, aber der normale Spiralbohrer reißt am Rand aus und der Boden wird kegelig statt gerade? Für solche Aufgaben in Holz ist ein Forstnerbohrer das richtige Werkzeug. Er schneidet einen glatten, planen Boden und einen sauberen Rand, selbst quer zur Faser.
Warum die Randschneide den Unterschied macht
Anders als ein Spiralbohrer hat der Forstnerbohrer eine umlaufende Randschneide, die zuerst die Kontur anritzt, bevor das Material in der Mitte abgetragen wird. Dadurch entstehen auch bei Astlöchern oder schräg verlaufender Maserung kaum Ausrisse am Rand, was gerade bei Möbelbau oder sichtbaren Bohrungen wichtig ist.
Kleines Set für die üblichen Größen
Für die meisten Möbel- und Beschlagarbeiten reichen wenige Standarddurchmesser aus, etwa für Topfscharniere, Dübellöcher oder Kabeldurchführungen. Das Forstnerbohrer Set (8-tlg.) deckt genau diesen Bedarf ab, ohne dass man für seltene Sondergrößen extra bezahlt.
Wenn öfter unterschiedliche Durchmesser gefragt sind
Wer regelmäßig mit wechselnden Beschlägen arbeitet oder auch mal größere Durchbrüche braucht, kommt mit acht Größen irgendwann an eine Grenze. Das Forstnerbohrer Set (12-tlg.) erweitert die Auswahl entsprechend und deckt damit auch Aufgaben ab, die über das reine Möbelscharnier hinausgehen.
Tiefenstopp gegen das Durchbohren
Ein häufiges Ärgernis bei Sacklöchern: Der Bohrer geht einen Tick zu tief, und das Loch bricht auf der Rückseite durch, das Werkstück ist dann meist hinüber. Das 14-teilige Forstnerbohrer Set mit Tiefenstopp nimmt diese Unsicherheit raus, weil ein einstellbarer Anschlag die maximale Bohrtiefe mechanisch begrenzt.
Drehzahl runter, Bohrmaschine ruhig führen
Forstnerbohrer laufen am besten bei niedrigerer Drehzahl und mit möglichst senkrechtem Ansatz, idealerweise im Bohrständer. Freihand mit hoher Drehzahl neigt der Bohrer zum Wandern, gerade beim Ansetzen, bevor die Randschneide richtig gegriffen hat.
Unser Tipp
Für den gelegentlichen Möbelbau reicht das 8-teilige Set meistens aus. Wer öfter Sacklöcher mit exakter Tiefe braucht, ist mit dem Set mit Tiefenstopp besser bedient, auch wenn es das teuerste der drei ist.